Projekte

Abflussanteile aus Schnee- und Gletscherschmelze im Rhein und seinen Zuflüssen vor dem Hintergrund des Klimawandels

Die Veranlassung zu diesem Projekt ergibt sich vor dem Hintergrund der großen sozioökonomischen und ökologischen Bedeutung des Stromes aus der Tatsache, dass das Abflussregime des Rheins sehr stark von Schmelzwassern geprägt ist und seitens verschiedener Bereiche (Öffentlichkeit, Wirtschaft, Politik) ein großer Bedarf an Aussagen zu den zu erwartenden Veränderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel besteht. Ungeachtet zahlreicher vorliegender Untersuchungs- und Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet ist jedoch eine quantifizierende Beantwortung dieser Frage bisher noch nicht erfolgt.

Das Projekt sieht insgesamt drei Haupt-Arbeitsabschnitte (Module) vor, die eine Ermittlung der Abflussanteile aus Schnee- und Gletscherschmelze für den gewählten Beobachtungszeitraum erlauben sollen. Dies Module sind in einem Zeitraum von maximal drei Jahren durchzuführen. Ein vierter Schritt, der die Bestimmung der schnee- bzw. gletscherbürtigen Abflussanteile unter zukünftig geänderten Klimabedingungen vorsieht, ist, aufbauend auf den Ergebnissen der ersten drei Module, im Anschluss daran geplant.

RheinBlick2050

Hauptziel des Projektes ist die Entwicklung gemeinsamer, konsistenter Klima- und Abfluss-Projektionen für das internationale Reineinzugsgebieton basierend auf existierende, regionale Klimaszenarien. Diese Projektionen helfen in der Abschätzung der zukünftigen Änderungen der hydro-meteorologischen Regime im Rheineinzugsgebiet und dabei wie solche Einflüsse ihrerseits hydrologische und hydraulische Prozesse beeinflussen. Der Fokus liegt auf meso- bis makro-skaligen Einzugsgebieten. Potentielle Nutzer der Daten, Akteure und Entscheidungsträger werden einbezogen. RheinBlick2050 ist ein internationales Projekt, bei dem Forschungseinrichtungen, Universitäten, öffentliche Einrichtungen und nationale (Wetter-)Dienste zusammenarbeiten. Das Projekt ist Kontakt mit der Arbeitsgruppe Klima der Internationalen Kommission zum Schutze des Rheins (IKSR). Die Gesamt-Projektlaufzeit ist ist auf zwei Jahre angesetzt, von Februar 2008 bis März 2010.

HYMOG

Für hydrologische Untersuchungen verschiedenster Art im Einzugsgebiet des Rheins ist eine qualitativ gute, hochauflösende Datengrundlage (Wasserstand und Abfluss) notwendig. Diese Grundbedingung ist derzeit im erforderlichen Umfang nicht erfüllt. Ziel des HYMOG-Projektes ist die Herstellung von konsistenten, hochauflösenden Zeitreihen (W,Q) an vielen Pegeln am Rhein sowie an etwa 50 Nebenflüssen zwischem dem Bodensee und der deutsch-niederländischen Grenze.

Hochwasser

Die KHR versucht, durch Analysen von Hochwasserereignissen Empfehlungen im Bereich von Hochwasservorhersage, -alarmierung und -management zu erstellen.

Das Projekt "Übersicht von angewandten Verfahren zur Abschätzung von Hochwasserabflüssen für mesoskalige Einzugsgebiete" soll dazu beitragen, ein Werkzeug verfügbar zu machen, um für den. Bemessungsfall optimale Modell bzw. die geeignetste Modellkombination identifizieren zu können.

Hochwasser Management

Nach den Hochwasserereignissen der letzten Jahre wird eine Verbesserung des Hochwasserschutzes durch ein integriertes Flussgebietsmanagement angestrebt. Hydrologische Wirksamkeitsuntersuchungen von Hochwasserrückhaltemaßnahmen bilden dabei eine wesentliche Planungsgrundlage. Dabei ist das Hochwassermanagement selbst keine Aufgabe der KHR, wohl aber die Untersuchung hydrologischer Grundlagen für eine angepasste Flussbewirtschaftung.

Mit dem KHR-Projekt DEFLOOD wird ein Beitrag zur Unterstützung des nachhaltigen Hochwassermanagements geleistet. Es zielt darauf ab, Methoden für die Analyse der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Hochwasserrückhaltung im Rheineinzugsgebiet zu entwickeln.

Änderungen im Abflussregime

Klimaveränderungen und menschliche Eingriffe im Einzugsgebiet, am Rhein und an seinen Nebenflüssen können zu einer Veränderung des Abflussregimes führen. Als Grundlage für eine nachhaltige wasserwirtschaftliche Entwicklung hat die KHR in den vergangenen Jahren verschiedene Untersuchungen zu diesem Themenschwerpunkt durchgeführt. In den vergangenen Jahren wurde eine Studie, die sich auf die Untersuchung langer Abflussreihen konzentriert hat, durchgeführt. Es ist veruscht worden, Unterschiede in den Messreihen zu erklären, z.B. durch Änderungen der Bodennutzung und/oder andere anthropogene Eingriffe. Der Schlussbericht dieser Studie wurde als KHR-Bericht I-22 im Junyar 2008 publiziert.

Sediment

Sedimentation und Erosion können zu Problemen bei der Fahrwassertiefe für die Schifffahrt, zu Austrocknung, Unterhöhlung von Fundamenten, Schädigung der Natur und der landschaftlichen Werte führen. Die Ergebnisse der Sedimentprojekte geben Informationen, die für die Bewirtschaftung des Rheingebietes nützlich sind

GIS

Das geographische Informationssystem ist eine Datenbank des Rheineinzugsgebietes mit digitalisierten geographischen und hydrologischen Kenngrößen. Diese Datenbank enthält auch meteorologische Zeitreihen für sehr viele Messstellen im Rheingebiet.

Rhein-Alarmmodell

Das Rheinalarmmodell sagt bei Schadstoffeinleitungen den Verlauf der Verunreinigung vorher. Die KHR hat das Modell in technischer Verwaltung: die Anpassung des Modells an sich ändernde Umstände und Wünsche sowie die Weitergabe des Modells an Anwender.