KHR startet neues Sedimentprojekt RhineSed2028

6 03 2026
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Die Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes (KHR) freut sich, den Start des Projekts RhineSed2028 bekannt zu geben. Dieses Projekt markiert einen wichtigen Meilenstein zur Stärkung des (quantitativen) Sedimentwissens und der Zusammenarbeit im gesamten Rheineinzugsgebiet (2026–2028). Hinweis: Das Projekt konzentriert sich auf die quantitativen Aspekte des Sedimentregimes im Rheineinzugsgebiet (nicht auf die Sedimentqualität).

Im Rahmen des Projekts verfolgt die KHR das Ziel, aktuelles (quantitatives) Sedimentwissen über das gesamte Rheingebiet zu erarbeiten und gleichzeitig relevante Grundlagen für die ICBR im Hinblick auf deren Sedimentbewirtschaftungsplan bereitzustellen. Innerhalb des Projekts wurden mehrere zentrale Arbeitspakete definiert:

  1. State of the Art Review (2026) – Basenweite Synthese des bestehenden Sedimentwissens, der verfügbaren Datensätze und laufender Forschungsarbeiten.
  2. Bewertung anthropogener Aktivitäten (2026–2027) – Untersuchung der morphologischen Auswirkungen lokaler Sedimentmaßnahmen.
  3. Aktualisierung der basenweiten Sedimentbilanz (2026–2027) – Erweiterung der bisherigen Bilanz (1991–2010, KHR-Projekt Von der Quelle zur Mündung https://www.chr-khr.org/en/publication/source-mouth ) bis zum Jahr 2025.
  4. Entwicklung eines Informations-Dashboards (geplant) – Austausch von Wissen über laufende sedimentbezogene Forschungsaktivitäten im Rheingebiet.
  5. Bewertung der Auswirkungen des Klimawandels auf das Sedimentregime (geplant) – Ziel ist eine Anbindung an europäische Initiativen (Interreg und Horizon).
  6. Bericht zu gewünschten Funktionalitäten und Anforderungen für ein einheitsweites Sedimentmodell (2028) – Die tatsächliche Modellentwicklung ist Teil eines möglichen Folgeprojekts.
  7. Enge Zusammenarbeit (laufend) – Unter der Leitung einer extern beauftragten Projektkoordination werden Fachwissen und Expertise innerhalb der sogenannten Task-Force-Gruppe Sediment ausgetauscht.

Rheingebietsweite Zusammenarbeit

Die Arbeiten werden gemeinsam mit Expertinnen und Experten unserer KHR-Task-Force-Gruppe Sediment aus Österreich, der Schweiz, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden durchgeführt. Dabei wird auf nationales Fachwissen, Monitoringprogramme, Forschungsinstitutionen und laufende Initiativen zurückgegriffen, um eine gemeinsame, grenzüberschreitende Wissensbasis zur Sedimentdynamik aufzubauen. Zusammen schaffen sie eine starke und integrierte Grundlage für die sedimentbezogene Arbeit im gesamten Einzugsgebiet.

Stärkung zukünftiger Arbeiten

Diese ersten Schritte legen die Basis für aktualisierte Sedimentkenntnisse, die die KHR sowie Partnerorganisationen wie die IKSR und ZKR unterstützen und zu einem vertieften Verständnis der Sedimentdynamik im gesamten Rheingebiet beitragen. Die KHR freut sich auf die weitere Zusammenarbeit in der Umsetzungsphase von RhineSed2028.

Erzielte Ergebnisse und Projektupdates werden auf der Projektseite veröffentlicht.

Wenn Sie Interesse haben, sich am Projekt zu beteiligen, kontaktieren Sie bitte unsere KHR-Projektkoordinatorin: tatjana.edler@deltares.nl