Die Arbeitsfelder sind: Beobachtung, Quantifizierung und Modellierung und Vorhersage
Gemeinsam sollen Kenntnisse und Geräte entwickelt werden:
- Verbesserung der Messgeräte und Messmethoden für den Sedimenttransport
- Quantifizierung der Langzeitentwicklung des Flussbetts
- Verbesserung der Modellkonzepte der morphologischen Modelle für die Anwendung im Rheineinzugsgebiet
Bedeutung der Sedimentuntersuchungen
Der Sedimenttransport im Rhein hat vielfältige Auswirkungen. In Vergangenheit und Gegenwart wurden und werden viele flussbauliche Maßnahmen und Änderungen am Gewässerbett durchgeführt, die den Sedimenttransport und die Erosion beeinflussen. Sedimentation und Erosion können beispielsweise zu Problemen mit der Fahrwassertiefe für Schiffe, zu Austrocknung, Unterhöhlung von Fundamenten, Schädigung der Natur und der landschaftlichen Werte führen.
Anwendung der Ergebnisse der Sedimentuntersuchunge
Die Ergebnisse der Studien geben Informationen, die für die Bewirtschaftung des Einzugsgebietes wesentlich sind.
Im Sedimentprojekt sind drei Arbeitsgruppen aktiv, die aus Vertretern bedeutender Institutionen bestehen und sich mit der Flussmorphologie im Rheineinzugsgebiet befassen.
- Die Arbeitsgruppe Messmethoden und Messgeräte inventarisiert Geräte, die im Rheingebiet zur Bestimmung des Geschiebetransports eingesetzt werden, sowie die Messmethode, die dabei angewandt wird. In gemeinsamen Messkampagnen werden die wichtigsten Geräte und Methoden miteinander verglichen.
- Die Arbeitsgruppe Feststoffhaushalt und Flussbettentwicklung führt an ausgewählten Strecken des Rheins Pilotstudien durch, wobei die Langzeitsohlenentwicklung und Sedimentmessungen zusammen verwendet werden, um die Sedimentbilanz der betreffenden Strecke darzustellen. Zur Zeit läuft solch eine Studie für das niederländisch/deutsche Grenzgebiet.
- Die Arbeitsgruppe Morphologische Modelle wendet die bei den unterschiedlichen Institutionen eingesetzten Modellkonzepte auf gut definierte Labor- und Feldversuche an. Durch den Vergleich der Modellkonzepte können ihre positiven und negativen Merkmale herausgearbeitet werden. Daraus werden Empfehlungen für Verbesserungen hergeleitet.
KHR-Publikationen zum Thema Sediment
- Kos, Th.J.M. ; Schemmer, H. ; Jakob, A. :Feststoffmeßgeräte und Meßmethoden, Vergleichsmessungen im Rhein, 10-12 März 1998, Bericht Nr. I -18
- Dröge, B.; Henoch, H.; Kelber, W.; Mahr, U.; Swanenberg, T.; Thielemann, T.; Thurm, U.(1999): Entwicklung eines Längsprofils des Rheins, Bericht für die Musterstrecke von Rhein-km 800-845. Bericht Nr. II -13
- Spreafico, M.; Lehmann, C.; Schemmer, H. Burgdorffer, M. Kos, T.L. (1996): Feststoffbeobachtung im Rhein, Beschreibung der Meßgeräte und Meßmethoden, Bericht Nr. II -1
Beteiligte Institutionen
Die Arbeitsgruppe Sediment besteht aus Mitarbeitern der folgenden Institutionen:
Schweiz:
Bundesamt für Umwelt, Bern
Deutschland:
Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz
Bundesanstalt für Wasserbau, Karlsruhe
Wasser- und Schifffahrtsdirektion West, Münster
Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest, Mainz
Niederlande:
Rijkswaterstaat, Direktion Ost-Niederlande, Arnheim
Zentralstelle für Wasserwirtschaft, Lelystad