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| Umrisse des Rheineinzugsgebietes |
Der Bedarf an digitalen geographischen Daten für Projekte, die im Rahmen der KHR durchgeführt werden, hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Deshalb stellt die KHR eine Datenbank des Rheineinzugsgebietes mit digitalisierten geographischen Kerngrößen zusammen. Diese Datenbank enthält ebenfalls meteorologische und hydrologische Zeitreihen für sehr viele Messstellen im Rheingebiet.
Ein GIS ist unentbehrlich für die Durchführung von Modelluntersuchungen z.B. nach Auswirkungen von Klimaänderungen auf den Abfluss des Rheins oder Auswirkungen der geänderten Landnutzung auf die Entstehung von Hochwasser. Die Datenbestände im KHR-GIS sind grenzüberschreitend, einzugsgebietsdeckend und als solche einzigartig.
Die Daten der Datenbank werden von der KHR für hydrologische Untersuchungen im Rheingebiet verwendet. Das KHR-GIS wird auch in anderen Rahmen eingesetzt, sofern die Thematik für die KHR interessant ist und KHR-Beteiligung möglich ist. Z.B. im Jahre 2001 im EU IRMA-SPONGE-Projekt, im IKSR/EU INTERREG-Projekt LaaHoR, im Projekt Deutsches Forschungsnetz Naturkatastrophen und in einem Projekt der ETH Zürich zum Forschungsthema Klimaveränderungen und extreme Flußwassermengen.
Zur Zusammenstellung des KHR-GIS wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die aus Vertretern wichtiger hydrologischer Institutionen und Universitäten im Rheineinzugsgebiet besteht. Bei dem Aufbau der Datenbank wurde das Prinzip angewandt, dass die Datenbank so viel wie möglich vorhandene Datenbestände der beteiligten Institutionen nutzt.
Folgende Datenbestände stehen komplett zur Verfügung:
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| Landnutzungskarte | Höhenmodell |
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| Niederschlagskarte | Wasserläufe von grob bis detailliert |
Außerdem wird an der Erweiterung der Datenbank hydrologische und meteorologische Zeitreihen für den Zeitraum 1961-2000 gearbeitet.
Das KHR-GIS wurde u.a. bei einer Inventarisierung großer Stauseen im Rheineinzugsgebiet (KHR-Bericht II-10) und einer Untersuchung des Einflusses von Klimaänderungen auf hydrologische Regimes in Europa (KHR-Bericht I-16) verwendet.
Die Arbeitsgruppe GIS der KHR besteht aus Mitarbeitern der folgenden Institutionen:
Schweiz:
Bundesministerium für Umwelt, Bern
Österreich:
Amt der Vorarlberger Landesregierung, Bregenz
Frankreich:
Agence de l'Eau Rhin-Meuse, Metz
Université de Metz
Université Louis Pasteur, Straßburg
Luxemburg:
Umweltministerium, Luxemburg
Deutschland:
Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz
Niederlande:
Zentralstelle für Wasserwirtschaft, Lelystad